In dem Jahrzehnt zwischen 1965 und 1975 erhält Hannover im Eiltempo ein neues Gesicht. Viele Großprojekte der Zeit prägen die Stadt bis heute: U-Bahnbau, Ihme-Zentrum, Lister Meile, die Verwandlung der City in eine Fußgängerzone…
Alles Neu! Hannover 1965-1975
9 Stationen
zum Entdecken
60 Minuten
Laufzeit
3,4 Kilometer
Strecke
Worum geht es?
Riesige Baugruben, Hochstraßen, neue Hochhäuser – und mittendrin eine Stadt, die sich neu erfinden will: Zwischen 1965 und 1975 wurde Hannover im wahrsten Sinne des Wortes umgegraben. Der Bau der U-Bahn zog eine gewaltige Baustelle quer durch die Innenstadt, am Aegi entstand eine Hochstraße als Provisorium, und sogar König Ernst August musste mit seinem Reiterdenkmal vom Hauptbahnhof an den Friederikenplatz umziehen.
Gleichzeitig entstand vieles, das Hannover bis heute prägt: die Fußgängerzone zwischen Hauptbahnhof und Altstadt, das Kröpcke-Center, das Lister Tor am Raschplatz und die Lister Meile. Mit dem „Experiment Straßenkunst“, dem ersten Flohmarkt der Bundesrepublik 1967 und dem ersten Altstadtfest 1970 sollte die Stadt außerdem bunter und lebendiger werden – die Nanas am Leineufer waren der Höhepunkt.
Die Tour führt dich an neun Stationen vom Aegidientorplatz bis zur Lister Meile. Sie zeigt, wie sehr sich die Stadt in diesem Jahrzehnt verändert hat – und welche Errungenschaften und (vermeintlichen?) architektonischen Fehlentscheidungen unser Stadtbild bis heute prägen.
Eindrücke aus der Tour
Diese Stationen erwarten dich auf der Tour
Vom Aegi bis zur Lister Meile – diese Orte erzählen, wie Hannover zwischen 1965 und 1975 umgebaut wurde:
Aegidientorplatz
Die verschwundene Brücke: Damit der Verkehr während des U-Bahn-Baus weiterrollen konnte, entstand ab 1968 die „Aegi-Hochstraße“. Als Provisorium gedacht, prägte sie das Stadtbild bis 1998.
Friederikenplatz
König Ernst August auf Reisen: Wegen des U-Bahn-Baus musste das Reiterdenkmal 1971 seinen Platz vor dem Hauptbahnhof räumen und stand bis 1975 hier vor dem Landtag. Außerdem war am Friederikenplatz ein neues Regierungsviertel geplant – gebaut wurde es nie.
Nanas
Wie Straßenkunst Hannover lebenswerter machen sollte: 1974 wurden die Nanas von Niki de Saint Phalle als Höhepunkt des „Experiments Straßenkunst“ aufgestellt. Damals heftig umstritten, gehören sie heute zu den beliebtesten Wahrzeichen der Stadt.
Altstadtfest
„Dabeisein und mitmachen“: Zur Feier des „Experiments Straßenkunst“ fand am 29. und 30. August 1970 das erste Altstadtfest statt. Künstlerische Aktionen wie riesige aufblasbare Luftkissen machten es schnell zu einer der beliebtesten Veranstaltungen des Jahres.
Kröpcke
Vom „großen Loch“ zur Fußgängerzone: Zehn Jahre lang war der Kröpcke eine riesige U-Bahn-Baustelle. Danach konnte die Fußgängerzone entstehen, und über dem neuen U-Bahn-Knoten wuchs das Kröpcke-Center in die Höhe.
Lister Meile
Verkehr unten, shoppen oben: Mit dem U-Bahn-Bau zwischen Hauptbahnhof und Lister Platz entstand ab 1968 die Lister Meile. Den ersten fertigen Abschnitt feierten Anwohnende und Geschäftsleute am 16. November 1972 mit einem großen Straßenfest.
Und weitere …
Diese und weitere Orte entdeckst du auf dieser Tour …
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